Ob im Fördersystem, in der Robotik oder im Fahrzeugantrieb – Elektromotoren sind aus modernen Anwendungen nicht mehr wegzudenken.
Doch welche Elektromotor-Arten eignen sich für welchen Einsatzzweck? Von Gleichstrommotoren mit präziser Regelbarkeit bis hin zu hochdynamischen Wechselstromlösungen zeigt sich: Die Wahl des richtigen Elektromotors nach Bauart ist entscheidend für Effizienz, Lebensdauer und Funktionalität Ihrer Anlage.
In diesem Beitrag erwarten Sie strukturierte Erklärungen, praxisnahe Vergleiche und fachlich fundierte Einblicke – einschließlich seltener Spezialbauformen.
Als erfahrener Anbieter entwickelt EPH Elektronik maßgeschneiderte Lösungen zur Ansteuerung vieler Arten von Elektromotoren – zuverlässig, leistungsstark und zukunftssicher.
- Gleichstrom- und Wechselstrommotoren bilden die Basis aller Antriebslösungen: Während Gleichstrommotoren besonders für kompakte Anwendungen geeignet sind, dominieren Wechselstrommotoren (vor allem Asynchron- und Synchronmotoren) im Industriebereich durch Effizienz, Wartungsarmut und präzise Regelbarkeit.
- Die Wahl des richtigen Motortyps hängt stark vom Einsatzbereich ab: Ob Reihenschlussmotor mit hohem Anfahrmoment, PMSM (Permanentmagnet-Synchronmotor) mit maximalem Wirkungsgrad oder ASM (Asynchronmotor) für robuste Daueranwendungen – jede Motorart bringt spezifische Vorteile für unterschiedliche Anforderungen.
- Moderne Industrieantriebe setzen auf Effizienz und intelligente Steuerung: Frequenzumrichter, feldorientierte Regelung und maßgeschneiderte Bauformen steigern die Energieeffizienz und Lebensdauer moderner Elektromotoren – zentrale Faktoren für stabile und nachhaltige Industrieprozesse.
Was sind die grundlegenden Elektromotor-Arten?
Ob für lineare Förderanlagen oder komplexe Robotikachsen – jeder elektrische Antrieb basiert auf einer entscheidenden Grundfrage: Handelt es sich um einen Gleichstrom- oder einen Wechselstrommotor?
Diese beiden Kategorien bilden das technische Fundament jeder industriellen oder konsumorientierten Antriebslösung. Ein Gleichstrommotor arbeitet mit einer konstanten Spannungsquelle. Die Steuerung erfolgt direkt über die Eingangsspannung, wodurch sich Drehzahl und Verhalten einfach beeinflussen lassen.
Wechselstrommotoren nutzen dagegen sinusförmigen Wechselstrom, um über ein rotierendes magnetisches Feld das Drehmoment zu erzeugen. Die Stromarten bestimmen damit nicht nur den inneren Aufbau, sondern auch die Anforderungen an Steuerung und Energieversorgung. Diese Unterscheidung beeinflusst nahezu jede Entscheidung bei der Auswahl oder Projektierung eines Motors. Sie spiegelt sich in der Art der Regelbarkeit, der Komplexität der Elektronik und der Auslegung des Leistungsteils wider – unabhängig davon, ob eine Kleinmaschine oder ein Hochleistungsantrieb realisiert werden soll.
Im unmittelbaren Vergleich, “Gleichstrom vs. Wechselstrom”, haben sich AC-Motoren heute in den meisten Industrieanwendungen durchgesetzt. Ihre kompakte Bauweise in Kombination mit geringem Wartungsaufwand, hoher Effizienz und digitaler Regelbarkeit sorgt für zuverlässige, skalierbare Lösungen. Dennoch behalten DC-Motoren in dynamischen, platzkritischen Anwendungen ihren festen Platz im Gesamtspektrum.
Wie funktionieren Gleichstrommotoren?
Ein Gleichstrommotor wandelt elektrische Energie aus einer konstanten Gleichstromquelle direkt in eine mechanische Drehbewegung um. Dabei erzeugt der feststehende Stator ein gleichmäßiges Magnetfeld, das entweder durch eine Feldwicklung oder durch fest verbaute Permanentmagnete entsteht.
Fließt Strom durch die Leiter des drehbaren Ankers, wirkt die Lorentzkraft auf diesen Stromfluss und bewirkt eine Rotation des Rotors. Damit die Bewegung nicht zum Stillstand kommt, muss die Richtung des Stromflusses im Anker regelmäßig angepasst werden. Die dafür eingesetzte Kommutatortechnik übernimmt diese Aufgabe automatisch. Der Kommutator, mit dem Anker mechanisch verbunden, wechselt die Polarität exakt zum richtigen Zeitpunkt, sodass die Wirkung der Lorentzkraft kontinuierlich in Drehrichtung erhalten bleibt. Das Prinzip sorgt für eine stabile Drehmomentregelung.
Der Ablauf der Energieumwandlung erfolgt in diesen Schritten:
- Konstante Stromzufuhr Gleichstrom zum Anker
- Stator erzeugt ein stationäres Magnetfeld
- Lorentzkraft wirkt auf den stromdurchflossenen Anker
- Kommutator wechselt die Stromrichtung am Anker zyklisch
- Rotor bleibt dauerhaft in Rotation
Welche Bauarten von Gleichstrommotoren gibt es?
Bei Gleichstrommotor-Typen unterscheidet man im Wesentlichen zwischen permanenterregten, fremderregten, Nebenschluss- und Reihenschlussmotoren. Entscheidend ist dabei die Art der magnetischen Erregung sowie die Anordnung von Anker- und Feldwicklung.
Die einfachste und mechanisch robuste Variante ist der permanentmagnetische Motor (PMDC). Hier übernehmen fest eingebaute Magnete im Stator die Erregung. Solche Motoren sind kompakt und kostenoptimiert. Sie liefern ein gutes Anfahrmoment, sind jedoch bürstenbehaftet. Der damit verbundene Abrieb erfordert regelmäßige Wartung, insbesondere bei kontinuierlichem Einsatz.
Deutlich präziser regelbar sind fremderregte Gleichstrommotoren. Die Statorwicklung wird hier über einen separaten Stromkreis gespeist. Das erlaubt es, Drehmomentverlauf und Ansprechverhalten exakt zu steuern. Gerade in ehemaligen Bahnfahrzeugen, Laborantrieben oder Hebeanlagen war dieser magnetisch erregte Motortyp lange Standard. Aufgrund des erhöhten Platzbedarfs und der komplexen Ansteuerung ist er heute in der Serienfertigung seltener zu finden.
Nebenschlussmotoren kombinieren stabile Feldverhältnisse mit weitgehend konstantem Drehzahlverhalten. Die Feld- und Ankerwicklung liegen dabei elektrisch parallel.
Dadurch bleibt die Drehzahl auch bei wechselnder Last nahezu unverändert, was sie prädestiniert für Fördertechnik oder prozessorientierte Maschinenachsen.
Wichtig ist in jedem Fall ein funktionierender Feldausfallschutz, da ein Verlust der Erregungsschaltung gravierende Schäden verursachen kann.
Für Aufgaben mit besonders hohem Anfahrmoment, wie bei Elektrowerkzeugen oder Kleinspannungs-Startern (Anlassern), ist der Reihenschlussmotor geeignet. Anker- und Feldwicklung sind hier in Serie geschaltet, wodurch das Ausgangsdrehmoment steil ansteigt. Auch er ist bürstenbehaftet, was bei längerer Nutzung erhöhte Wartungsintervalle notwendig macht. Gleichzeitig überzeugt er durch seine kompakte Bauweise und das gute Leistungsverhalten bei kurzzeitiger Volllast.
Die folgenden Einsatzfelder zeigen typische Anwendungen der jeweiligen Motorbauart:
- PMDC: Türsysteme, Spielzeugantriebe
- Fremderregter Motor: Prüfstände, Testanlagen, historische Fahrzeugtechnik
- Nebenschlussmotor: Produktionsbänder, gleichmäßige Antriebsfunktionen
- Reihenschlussmotor: Bohrmaschinen, Anlasser, mobile Werkzeuge
Welche Arten von Wechselstrommotoren gibt es?
Wechselstrommotoren lassen sich technisch klar in zwei Hauptgruppen einteilen: Asynchronmotoren und Synchronmotoren. Beide Bauweisen nutzen das Prinzip eines umlaufenden Magnetfeldes im Stator, unterscheiden sich aber deutlich in der Art, wie der Rotor diesem Drehfeld folgt.
Ein Asynchronmotor wandelt Energie über das Induktionsprinzip in Drehmoment um. Aus dem rotierenden Magnetfeld des Stators entstehen im Rotor Wirbelströme, die ein eigenes Magnetfeld erzeugen. Dieses Wechselspiel erzeugt eine magnetische Kopplung, durch die sich der Rotor etwas langsamer als das Statorfeld dreht. Diese Differenz wird als Schlupf bezeichnet.
Zur Regelung von Drehzahl und Drehmoment kommen häufig Frequenzumrichter zum Einsatz. Sie passen Spannung und Frequenz bedarfsgerecht an und ermöglichen eine feinfühlige Steuerung, auch bei Lastwechseln. Dadurch verbessert sich nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch das Regelverhalten im Prozessverlauf.
Ein Synchronmotor dagegen rotiert exakt im Gleichschritt mit dem Statorfeld. Die notwendige magnetische Kopplung entsteht entweder durch Permanentmagnete oder über aktiv gespeiste Rotorwicklungen. Seine feste Drehzahl macht ihn besonders geeignet für Anwendungen mit hoher Dynamik und präziser Positionierung.
Wesentliche Unterschiede im Überblick:
- Der Asynchronmotor basiert auf dem Induktionsprinzip, läuft mit Schlupf und erlaubt robuste, wartungsarme Anwendungen.
- Ein Synchronmotor arbeitet ohne Schlupf, erreicht höhere Wirkungsgrade, erfordert aber eine komplexere Ansteuerung.
Für klassische Industrieumgebungen ist der Asynchronmotor oft die wirtschaftlich bessere Wahl. Wenn jedoch höchste Präzision oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen, bietet eine synchron laufende Antriebslösung klare Vorteile. EPH Elektronik setzt beide Motortypen in exakt abgestimmte Antriebskonzepte um.
Was unterscheidet PMSM, IPM und FSM?
Die drei wichtigsten Synchronmotorvarianten unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Rotorstruktur und die Art der Feldbildung. Jede Ausführung bringt spezifische Vor- und Nachteile hinsichtlich Wirkungsgrad, Kosten, Temperaturverhalten und Steuerungskomplexität mit sich.
- PMSM: Diese Permanentmagnetmotoren arbeiten mit auf der Rotoroberfläche angebrachten Magneten aus seltenen Erden. Sie erzielen Wirkungsgrade bis zu 97 Prozent, sind konstruktiv kompakt und in der E-Mobilität weit verbreitet. Nachteil ist die thermische Empfindlichkeit der Magnete, wodurch bei Überlast Demagnetisierung droht.
- IPM: Bei Innenläufer-Permanentmagnetmotoren liegen die inneren Magnete tief in der Rotorstruktur eingebettet. Diese Bauweise verbessert die mechanische Belastbarkeit und erlaubt höhere Drehzahlen bei effektiver Wärmeabfuhr. Die typische Anwendung findet sich dort, wo schnell wechselnde Lastprofile auftreten, etwa in Hochleistungsfahrzeugen.
- FSM: Fremderregte Synchronmaschinen benötigen keine Magnetwerkstoffe. Stattdessen erzeugen Rotorwicklungen das Erregerfeld. Das reduziert Materialkosten und vermeidet Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen, jedoch auf Kosten der Effizienz durch zusätzliche Erregungsverluste. Die Rotorstruktur ist deutlich komplexer ausgeführt und erfordert eine angepasste Steuerlogik.
Abhängig von Einsatzszenario und Prioritäten bei Wirkungsgrad, Rohstoffverfügbarkeit oder Temperaturtoleranz kann jede dieser Bauarten sinnvoll eingesetzt werden.
Welche Rolle spielt die Bauform bei Elektromotoren?
Die Bauform bestimmt maßgeblich, wie ein Elektromotor mechanisch integriert wird. Sie legt fest, ob ein Aggregat über einen Fuß, eine Flanschfläche oder eine Kombination aus beidem befestigt wird. Daraus ergibt sich, wie der Motor auf ein bestehendes Maschinenlayout abgestimmt werden kann.
In der Praxis haben sich folgende Varianten etabliert:
- B3 – Fußausführung mit waagerechter Lagerung; bevorzugt bei seitlichen Antriebssträngen
- B5 – Flanschbauform mit glatter Durchgangsbohrung; eignet sich für frontale Befestigung
- B14 – Flansch mit Gewindebohrungen; kompakt, vorteilhaft bei begrenztem Bauraum
- B34/B35 – Kombinationen aus Fuß- und Flanschbefestigung; erhöhen Flexibilität im Austausch
Die Anschlusskonfiguration beeinflusst nicht nur die Montagerichtung, sondern auch, wie leicht der Motor in bestehende Gehäusestrukturen integriert und bei Bedarf ersetzt werden kann. Gerade bei Retrofit-Projekten bietet eine standardisierte Flanschbauform klare Vorteile bei Wartung und Austausch.
Für die industrielle Planung ist die Motorbefestigung schon in der Konzeptionsphase relevant. Sie definiert den Platzbedarf, das Kabelrouting und den Aufwand bei Instandhaltungsarbeiten – zentrale Faktoren für langlebige und zuverlässige Antriebslösungen.
Wie effizient sind Elektromotoren? Überblick über Effizienzklassen
Die Effizienz moderner Elektromotoren wird nach international gültigen IE-Klassen beurteilt. Diese reichen von IE1 bis IE4 und basieren auf der Norm IEC 60034-30. Die Einordnung gibt verbindlich an, wie hoch der energetische Wirkungsgrad ausfällt und wie stark elektrische Verluste im Betrieb begrenzt sind. Für Anwendungen mit dauerhaft gleichbleibender Last ist die IE4-Klasse besonders relevant.
Diese Antriebe minimieren den Energieverlust über hochoptimierte magnetische Strukturen und erreichen Wirkungsgrade von über 96 Prozent. Damit werden zentrale Anforderungen an Energieeffizienz Industrie zuverlässig erfüllt. Ein Premium-Motor der IE4-Kategorie bringt im Dauerbetrieb klare Vorteile. Die reduzierte Verlustwärme erhöht die Lebensdauer elektronischer Komponenten, senkt Kühlaufwand und Betriebskosten. Gleichzeitig sinkt der CO2-Ausstoß durch den geringeren Energiebedarf spürbar.
Welche Spezialarten von Elektromotoren gibt es?
Überall dort, wo exakte Positionierung oder extrem kompakte Baugrößen gefragt sind, kommen spezialisierte Motortypen wie Schrittmotoren, Reluktanzantriebe und Axialflussmaschinen ins Spiel.
Schrittmotoren rotieren nicht kontinuierlich, sondern in exakt definierten Winkelschritten. Sie eignen sich ideal für präzise Positionieraufgaben ohne Sensorik. Eine Unterscheidung erfolgt nach dem Aufbau des Rotors:
- Reluktanz-Schrittmotoren nutzen gezahnte Eisenkerne und reagieren auf magnetische Widerstandsunterschiede
- Permanentmagnet-Schrittmotoren bieten konstantes Drehmoment durch fest verbaute Magnete
- Hybrid-Schrittmotoren kombinieren beide Bauweisen für hohe Drehmomentstabilität und Positionsgenauigkeit
Reluktanzmotoren arbeiten ohne Rotorwicklungen oder Magnete. Das Drehmoment entsteht durch das Reluktanzprinzip, bei dem sich der Rotor immer entlang des geringsten magnetischen Widerstands ausrichtet. Diese Technologie braucht wenig Material, ist thermisch robust und eignet sich für Anwendungen mit begrenztem Bauraum und hoher Serienstückzahl.
Axialflussmotoren, auch Pancake Motor genannt, unterscheiden sich in der Stromrichtung: Der magnetische Fluss verläuft axial, nicht radial. Diese Bauform ermöglicht extrem flache Gehäuse und Leistungsdichten jenseits von 10 kW pro Kilogramm. Eingesetzt werden sie beispielsweise in Fahrzeugen von Koenigsegg, McLaren oder Mercedes, bei denen Platz und Leistung höchste Priorität haben.
Wie werden Elektromotoren in der E-Mobilität eingesetzt?
Aktuelle Elektrofahrzeuge basieren meist auf einer abgestimmten Antriebskombination aus zwei Motortypen, die getrennt angesteuert werden. Dabei übernimmt eine Asynchronmaschine (ASM) häufig die Frontachse, deren Steuerbarkeit bei Traktionsverlust vorteilhaft ist. Hinten sorgt eine permanentmagneterregte Synchronmaschine (PMSM) für einen möglichst hohen Wirkungsgrad im Dauerbetrieb, wie beim Mercedes EQS.
Beim Elektromotor für das Auto Tesla Model 3 hingegen wurde auf eine reine PMSM-Lösung gesetzt. Diese vermeidet Schlupf und nutzt den vorhandenen Bauraum besonders effizient zugunsten der Reichweite. Im sportlich ausgelegten Porsche Taycan kommen zwei Innenläufer mit integrierten Magneten (IPM) zum Einsatz, die selbst unter Volllast zuverlässig hohe Drehmomente bereitstellen.
Damit ergeben sich Vorteile je nach Fahrzeugkonzept:
- Front-ASM: Traktionskontrolle bei wechselndem Untergrund
- Heck-PMSM: hoher Wirkungsgrad bei Langstreckenbetrieb
- IPM: thermisch stabile Leistungsbereitstellung bei sportlicher Fahrweise
Diese gezielte Abstimmung der Motorarchitektur verbessert die Systemeffizienz und sichert in der Fahrzeugtechnik E-Mobilität ein ausgewogenes Verhältnis aus Dynamik, Verbrauch und Regelbarkeit.
Lebensdauer von Elektromotoren: Was müssen Sie wissen?
Wie lange ein Elektromotor zuverlässig arbeitet, ergibt sich aus seiner Bauweise, dem Einsatzprofil und der Sorgfalt bei der Wartung. Diese drei Faktoren bestimmen die Motorhaltbarkeit maßgeblich. Besonders thermische Dauerbelastung und häufige Lastwechsel beschleunigen den Alterungsprozess einzelner Komponenten. Bürstenbehaftete Gleichstrommotoren erreichen in der Praxis zwischen 2.000 und 5.000 Betriebsstunden. Bürstenlose Varianten, sogenannte BLDC-Motoren, schaffen unter kontrollierten Bedingungen bis zu 50.000 Stunden. Eine technische Einordnung der Lebensdauer von DC-Motoren zeigt, wie stark Faktoren wie Temperaturmanagement, Materialgüte oder Schaltzyklen ins Gewicht fallen.
Mechanische Beanspruchung und mangelhafte Lagerpflege führen zu frühzeitiger Schädigung. Typische Verschleißquellen betreffen insbesondere:
- Kohlebürsten bei bürstenbehafteten Systemen
- Lagerstellen mit verharztem Fett oder mangelhafter Schmierung
- Isolationseinbußen durch Überhitzung
Diese Ausfallursachen lassen sich durch geeignete Maßnahmen wie präventive Wartung, ausreichende Kühlreserve und passendes Lastdesign signifikant reduzieren.
EPH unterstützt bei der Auswahl und projektspezifischen Auslegung elektronischer Antriebstechnik mit umfassender Erfahrung und analytischer Methodik.
Fazit: Welche Elektromotor-Arten sind für Ihre Anwendung geeignet?
Reihenschlussmotoren bieten das höchste Anlaufmoment, PMSM arbeiten am effizientesten, ASM gelten als besonders langlebig. Damit hängt die Auswahl eines geeigneten Motors immer direkt mit Ihrer konkreten Motoranwendung zusammen.
Der folgende Überblick zeigt die typischen Stärken im Vergleich:
- Reihenschlussmotor: sofort nutzbare Leistung beim Anlauf, ideal für Werkzeuge und Anlasser, bürstenbehaftet
- PMSM: höchste Effizienz im Betrieb, vorzugsweise bei geregelten Lastprofilen und Dauerbetrieb
- ASM: robust, wartungsarm, ausgelegt für industrielle Daueranwendungen
Welches Bewegungsverhalten, welche Umgebung oder welche Betriebsdauer entscheidend ist, bestimmt letztlich die passende Bauform. Ein gezielter Elektromotor-Vergleich schafft hier klare Vorteile bei Effizienz, Lebensdauer und Investitionskosten.
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Häufig gestellte Fragen zu Elektromotor-Arten
Welche Arten von Elektromotoren gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten von Elektromotoren: Gleichstrommotoren (DC) und Wechselstrommotoren (AC). Diese Elektromotor-Bauarten lassen sich wiederum in verschiedene Unterkategorien einteilen. Bei DC-Motoren zählen dazu etwa der Permanentmagnetmotor (PMDC), der fremderregte Motor, der Nebenschlussmotor und der Reihenschlussmotor.
AC-Motoren gliedern sich in Asynchronmotoren (ASM) und Synchronmotoren (PMSM, IPM, FSM). Jede dieser Bauarten eignet sich für unterschiedliche Anwendungen hinsichtlich Steuerbarkeit, Effizienz und mechanischer Integration.
Welche drei Arten von Elektromotoren sind besonders wichtig?
Die drei bedeutendsten Elektromotor-Arten im industriellen Umfeld sind:
Asynchronmotor (ASM) – Bekannt für ihre Robustheit und Wartungsarmut. Ideal für Standardanwendungen mit konstanter Last.
Permanentmagneterregte Synchronmotoren (PMSM) – Überzeugen durch höchsten Wirkungsgrad und kompakte Bauweise. Besonders geeignet für präzise, geregelte Prozesse.
Gleichstrommotor (PMDC) - gute Regelbarkeit, meist günstiger Preis, da viele Standardtypen, jedoch bürstenbehaftet und wartungsintensiver.
Diese Auswahl deckt ein breites Anwendungsspektrum von der industriellen Automatisierung bis zur mobilen Antriebstechnik ab.
Was unterscheidet Gleichstrommotoren von Wechselstrommotoren?
Gleichstrommotoren nutzen eine konstante Spannung und ermöglichen einfache, direkte Steuerung – bevorzugt in Anwendungen mit hohem Regelbedarf oder beengten Einbausituationen. Wechselstrommotoren basieren auf einem rotierenden Magnetfeld und bieten in Kombination mit Frequenzumrichtern meist eine preisgünstige Lösung für einfache Anwendungen. Während DC-Motoren oft bürstenbehaftet sind, arbeiten moderne AC-Maschinen meist kontaktlos und wartungsfrei – insbesondere Synchronmotoren und Asynchronmotoren in IE4-Ausführung.
Welche Elektromotor-Bauarten zeichnen sich durch besonders hohe Effizienz aus?
Vor allem permanentmagneterregte Synchronmotoren (PMSM) erreichen Wirkungsgrade von über 96 % und erfüllen die höchsten Energieeffizienzklassen (IE4). Innenläufer-Permanentmagnetmotoren (IPM) bieten zusätzlich thermische Stabilität und werden häufig in Hochleistungsanwendungen eingesetzt. Auch fremderregte Synchronmaschinen (FSM) sind eine effiziente Lösung, insbesondere wenn rare Erden vermieden werden sollen. EPH Elektronik bietet für viele dieser Bauarten optimale Konzepte, um deren potenzielle Effizienz voll auszuschöpfen.
Welche Elektromotoren sind am besten für Industrieanwendungen geeignet?
Für industrielle Daueranwendungen haben sich wartungsarme Asynchronmotoren (ASM) in Kombination mit Frequenzumrichtern bewährt. Sie bieten hohe Zuverlässigkeit und niedrige Betriebskosten. In automatisierten Prozessen mit variabler Last und hoher Positionsgenauigkeit sind Synchronmotoren mit feldorientierter Regelung (etwa PMSM oder IPM) die bevorzugte Wahl.